Interview mit mir selbst

Kerze mit Spiegelbild

 

 

 

Antje, wie bist du auf die Idee gekommen, Texterin zu werden?

Ach, die Idee lag sozusagen auf der Straße. Eigentlich betrachte ich mich als Schriftstellerin. Leider habe ich bisher noch nicht den ultimativen Bestseller veröffentlicht. Ob’s nun an mir liegt oder an den Umständen – das werden nach meinem Ableben die Götter wissen. Jedenfalls habe ich als Texterin die Möglichkeit, mich im kleinen Rahmen sprachlich-kreativ auszutoben.

Schriftstellerin und Texterin – gibt es da keine Konflikte?

Nur zeitlicher Art. Das Texten hat natürlich Vorrang, denn der Kunde ist bekanntlich König. Im Moment habe ich zwar verschiedene Ideen fürs „richtige“ Schreiben und ein angefangenes Projekt im Hintergrund, komme aber kaum dazu, daran zu arbeiten.

Du schreibst so selten in deinem Blog.

Ich würde gern öfter schreiben, aber andere Dinge sind dringender. Zurzeit bin ich viel mit Korrekturlesen beschäftigt. Das ist eine Arbeit, die hohe Konzentration verlangt, aber wenig Spielraum für Kreativität lässt. Bis ich danach wieder in Schreibstimmung bin, dauert es immer eine Weile, und dann gibt es meistens etwas anderes zu schreiben, das Vorrang hat.

In Internetforen habe ich auch schon lange nichts mehr von dir gelesen …

Das hat denselben Grund. Auch wenn ich „nur“ einen Forenbeitrag schreibe, überlege ich mir meine Worte und plappere nicht nur so daher. Nach einem langen Tag Korrekturlesen fehlt mir meistens die Energie dazu. Aber ich verfolge die Foren, die mich interessieren, auch weiterhin und bleibe Forenfreunden innerlich treu, auch wenn die mal längere Zeit nichts von mir zu lesen bekommen.

Was war dein bestes Erlebnis als Texterin?

Der Auftrag, die Website für eine private Musikhochschule zu betexten. Klassische Musik ist neben dem Schreiben meine zweite große Leidenschaft. Dazu kam, dass der Leiter dieser Musikhochschule in seinen Ansichten über Musik ganz genau mit meinen eigenen übereinstimmte. Daher konnte ich hier einmal zu meinem Lieblingsthema das schreiben, was ich wirklich denke. So etwas kommt selten vor.

Und das schlimmste Erlebnis?

Ein Auftraggeber, der mich unbedingt persönlich treffen wollte, um Details zu besprechen. Ich habe also mit Mühe und Not eine Lücke im Terminkalender gefunden, um ein Treffen zu ermöglichen. Dabei stellte sich dann heraus, dass er weniger als zwei Sätze zu seinem Auftrag zu sagen hatte. Wer so großzügig mit der Zeit seiner Geschäftspartner umgeht, verdient keine gute Texterin.

Vielen Dank für diese Statusmeldung. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg und genügend Atempausen, um die Kreativitätsspeicher immer wieder aufzufüllen.

Bildquelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de

Über Federspiel

Ich bin die Texterin von www.text-exklusiv.de. Durch meine Blogartikel haben Sie die Möglichkeit, mich etwas näher kennenzulernen und können sich zugleich von meinen texterischen Fähigkeiten überzeugen.
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