Die Festung Ehrenbreitstein in Koblenz

Das Obere Mittelrheintal – eine der romantischsten Landschaften in Deutschland

Koblenz ist ein ideales Ziel für einen Tagesausflug. Als Tor zum UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal gibt es einen Vorgeschmack davon, was den Reisenden auf einer Fahrt auf oder am Rhein entlang erwartet. Die „einzige Stadt an Rhein und Mosel“ – so die Eigenwerbung – besitzt neben vielen weiteren Sehenswürdigkeiten ein einzigartiges Juwel: die Festung Ehrenbreitstein.

Koblenz – der Name klingt etwas klobig, und so hat mich die Stadt nie sonderlich interessiert, obwohl ich ganz in der Nähe wohne und auf Bahnfahrten oft dort umsteigen musste. Das änderte sich, als Koblenz vor einigen Jahren die Bundesgartenschau ausrichtete. Ich nahm dieses Ereignis zum Anlass, die „Umsteigestadt“ einmal näher in Augenschein zu nehmen. Seitdem bin ich Koblenz-Fan.

Zwei Flüsse und eine Landzunge bilden ein unverwechselbares Ensemble

Confluentes – so lautet der alte lateinische Name der Stadt. Das klingt doch gleich viel sanfter, fließender, geheimnisvoller. Confluentes – das bedeutet „die Zusammenfließenden“, nämlich Rhein und Mosel. Die Mosel mündet hier in den Rhein, dadurch entsteht eine ausgedehnte Wasserfläche, in die eine vorspringende Spitze hineinragt: das Deutsche Eck.

Schon vom Deutschen Eck aus hat man einen wunderbaren Blick auf die beiden Flüsse und das gegenüberliegende Rheinufer. Dort ziehen sich alte Mauern den Steilhang hinauf, auf halber Höhe unterbrochen von einem romantischen Turm wie aus dem Bilderbuch. Gekrönt wird das Ensemble von der Festung Ehrenbreitstein, die hoch auf dem Felsen über Koblenz, Rhein und Mosel thront.

Hat man sich hier endlich satt gesehen, sollte man nicht versäumen, auch der Festung einen Besuch abzustatten. Unternehmungslustige steigen vorher noch ein paar Stufen hoch zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal, einer imposanten Reiterstatue, die das Deutsche Eck beherrscht.

Die Seilbahn über den Rhein – eins der Highlights von Koblenz

Seit der Bundesgartenschau 2011 führt eine Seilbahn über den Rhein vom Deutschen Eck hoch zur Festung Ehrenbreitstein. Eine Fahrt in einer dieser großen rundum verglasten Kabinen bietet einen tollen Panoramablick über die beiden Flüsse und erschließt das Steilufer des Rheins aus einer ganz neuen Perspektive.

In der Festung Ehrenbreitstein ist auch das Landesmuseum Koblenz untergebracht; das Festungsgelände ist daher tagsüber nur gegen Eintritt zugänglich. Erst ab 18.00 Uhr in den Sommermonaten und ab 17.00 Uhr von November bis März herrscht freier Zugang.

Alternative Wege zur Festung Ehrenbreitstein

Wer nicht mit der Seilbahn fahren möchte, kann auch zunächst über die Pfaffendorfer Brücke den Rhein überqueren und dann vom Stadtteil Ehrenbreitstein aus einen Schrägaufzug benutzen. Ganz Sportliche wählen den Aufstieg zu Fuß über Treppen und steile Pfade oder über den asphaltierten Felsenweg.

Neben der Aussichtsplattform auf dem Festungsgelände gibt es noch eine weitere Aussichtsplattform, die im Prinzip frei zugänglich ist. Erreichbar ist sie aber nur entweder mit der Seilbahn oder über einen Abschnitt des Rheinsteigs, eines Fernwanderwegs, der an der rheinabgewandten Seite der Festung vorbeiführt. Dieser Pfad ist allerdings auf einem kurzen Teilstück etwas halsbrecherisch und nur geübten Wanderern zu empfehlen. Feste Schuhe mit Profilsohle sind da absolute Pflicht, damit man nicht abrutscht. Hat man jedoch einmal den Aussichtspunkt erreicht, wird man mit einem herrlichen Blick ins Tal belohnt, der alle Mühen vergessen lässt.

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Über Federspiel

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